Warum Ganzheitlich?


Asanas halten uns gesund, schärfen den Geist und wecken unsere Intelligenz; sie helfen uns, schneller zu lernen, uns leichter zu erinnern und Dinge besser zu begreifen. (Quelle: YOGAHASTRA - Iyengar Yoga für Kinder)

Unterricht - Wirkung regelmäßiger Praxis:


Im Verlauf unseres Lebens müssen wir viele Aufgaben bewältigen. Wir entwickeln uns ständig weiter. Im Yoga-Unterricht schulen wir unsere Wahrnehmung, durch regelmäßiges Üben stärken wir unsere Widerstandskräfte, entwickeln einen achtsamen Umgang mit uns Selbst und mit unseren Mitmenschen und wir lernen, uns zu konzentrieren. Wir begeben uns auf die Suche, wer und was wir sind, was wir wollen und was uns glücklich macht.

 

Die Didaktik und Methodik im Iyengar-Yoga-Unterricht bringt den Schüler/ die Schülerin ins Hier und Jetzt. Nicht mehr über etwas aus der Vergangenheit oder Zukünftiges nachzudenken geschieht ganz wie von selbst. Der/die Iyengar-Yoga-Lehrer/In hilft dem Schüler/ der Schülerin, sich über äußere Bewegungsabläufe mit dem Körperinneren, dem Geist und der Intelligenz zu verbinden. Dies jedoch ist mit einer gewissen Mühe und Anstrengung verbunden. Iyengar Yoga ist und bleibt kein "Kuschel-Yoga", sondern fordert den Übenden auf allen Ebenen seines Seins heraus. 


"Wenn Hindernisse gedeihen, entsteht ein innerer Druck, der allmählich das Fühlen und Denken trübt, den Körper verspannt und den Atem aus dem Fluss bringt" (Yoga Sutra 1.31 - 35)


Eine regelmäßige Yogapraxis, die den im Yoga Sutra beschriebenen achtgliedrigen Weg/ Pfad beachtet, schult, diszipliniert und erhält Geist, Gefühle, Intellekt und Vernunft gleichermaßen gesund. Neben den Körper- und Atemübungen nimmt die geistige "Erziehung" im Yoga einen großen Raum ein. Die persönliche Lebensführung, das Verhalten zur Welt und zu anderen Menschen gehören zum Übungsweg dazu und sind in den Yoga Sutren des Patanjali als achtgliedriger Pfad (= Ashtanga Yoga) beschrieben (wird weiter unten aufgeführt und erklärt).


"Man kann niemandem etwas lehren, man kann ihm nur helfen, es in sich selbst zu finden." (Galileo Galilei) 


Körper, Geist & Seele:


Yoga ist eine Wissenschaft zur Befreiung der Seele, indem man Bewusstsein, Verstand und Körper in einen Zustand der Integration versetzt (Quelle: B.K.S. Iyengar - der Baum des Yoga)

Um diese Integration zu erreichen, werden im Yoga (= bedeutet "Verbindung") die acht Glieder des Ashtanga Yoga geübt:

1. YAMA = Gesellschaftliche Disziplin: Besteht aus Gewaltlosigkeit (Ahimsa);

Wahrheit (Satya); Nicht-Stehlen (Asteya); Selbstkonrolle (Brahmacharya) und Genügsamkeit (Aparigraha).

2. NIYAMA = Persönliche Disziplin: Beinhaltet Reinlichkeit/ Reinheit (Saucha) - hier ist nicht nur der Körper sondern auch das Denken und die Sprache gemeint, Zufriedenheit (Santosha), Strenge (Tapas) - man lernt, sich für Sachen anzustrengen, die der Entwicklung guten Verhaltens dienlich sind sowie Selbst-Studium (Svadhyaya) & Hingabe an Gott/ Gottvertrauen (Ishvara Pranidhana).

3. ASANA = Üben von Körperhaltungen: Der Körper ist wie ein Königreich, das über das Asana erreicht wird.

4. PRANAYAMA = Kontrolle der Atmung/ Atemübungen: Der Atem ist der Meister; wenn wir uns ihm zuwenden und ihn beruhigen, können wir alles körperliche und geistige mit beeinflussen.

5. PRATYAHARA = Kontrolle der Sinne und des Verstandes.

6. DHARANA = Konzentration führt  hin zu / ist die Vorstufe für 7. DHYANA= Meditation. Alle bisher erläuterten Stufen werden im Yoga geübt und führen zu 8. SAMADHI = Vereinigung mit Gott, vollkommen bewusst sein, Erleuchtung. (Yoga - Sutra) 

Gesundheit


Ein gesunder Geist wohnt in einem gesunden Körper.

""Ganz" bedeutet ursprünglich heil, unverletzt und vollständig. Nur, wenn wir uns ganzheitlich entwickelnLEBEN wir richtig, fühlen uns lebendig, frei und unabhängig. Und wir folgen unserem Herzen - unserer Seele. Wir tun das, was uns sinnvoll, wichtig und richtig erscheint und nicht, was andere (Umfeld, Arbeit  Familie, Bekanntenkreis, etc.) von uns erwarten oder wollen. Daher frage dich:

 

WILL ich das?

Will ICH das?

Will ich DAS?

 

Wenn nun all diese Bereiche - Körper - Geist - und Seele - in Takt sind - gesund sind - harmonisch miteinander zusammenspielen, kann Gesundheit entstehen. Sobald sich Besserung in einer dieser Bereiche zeigt, wird sie auch in den anderen Bereichen erkennbar. 

Globale Veränderung:


Sei du selbst die Veränderung, die du dir wünschst für diese Welt. (Mahatma Gandhi)

Das globale Bewusstsein wächst, entwickelt und wandelt sich.

Immer mehr Menschen fangen an, sich für die Umwelt, die Tiere und auch ihre Mitmenschen zu interessieren und einzusetzen.

So auch diejenigen, die anfangen, sich für Yoga zu interessieren und damit ein Stück weit über den eigenen Tellerrand hinausblicken.

 

Es mag für einige nicht erkennbar sein, was Yoga in diesem globalen Zusammenhang für eine Rolle spielt, allerdings ist es ein wichtiger Schritt, denn: Der Frieden in der Welt beginnt mit dem Frieden in uns.

 

Jeder, wirklich jeder von uns, der ernsthaft Yoga übt (und damit ist natürlich nicht nur das Üben auf der Matte gemeint), macht die Welt ein Stück besser!